Gebrannte Mandeln

Schon als Kind haben mich gebrannte Mandeln fasziniert, wie sie auf dem Weihnachtsmarkt in einer runden Kupferpfanne schön gleichmäßig karamellisiert wurden.

Natürlich versuchte ich es gleich nachzumachen – es gelang mir aber nur bockelharte Dinger herzustellen, nebst einer gscheiten Blase an der Hand und einer hoffnungslos eingebrannten Bratpfanne, deren Reinigung viel Schweiß kostete, da ich damals den Dreh mit dem über Nacht in Wasser einweichen noch nicht drauf hatte.

Hier nun endlich die korrekte Rezeptur:

Man nehme:

200 g Zucker
8 g Vanillezucker (1 Päckchen)
200 g Mandeln, ungeschält
125 ml Wasser

Alles zusammen in eine Bratpfanne geben und unter ständigem Rühren mit einem Holzspatel aufkochen.

So lange kochen, bis Zuckerschaum entsteht.

Pfanne vom Feuer ziehen und rühren, rühren, rühren, bis der Zuckerschaum weiß und trocken die Mandeln überzieht.

Pfanne wieder aufs Feuer stellen und rühren, rühren, rühren, bis die äußere Zuckerkrustenhaut schmilzt und eine glasige Schicht bildet.

Dann alles auf ein leicht eingefettetes Backblech gießen und mit zwei Holzspateln die Nüsse vereinzeln zum auskühlen.

Et voilà: Die Mandeln sind innen zart, dann von einer mürben Zuckerschaumschicht umhüllt und außen knackig karamellisiert – was braucht’s noch mehr zum Glück auf Erden?

Tipp: funktioniert auch mit Cashew-Kernen, Haselnüssen, etc.

Tipp 2: ideal als kleines Mitbringsel: einfach in Zellofantütchen mit Schleifchen verpacken.

Kochkurs “Pilze”

Im heutigen veganen Topfgucker-Kochkurs im Bibliotheks-Café & Restaurant ging es ums Thema Pilze. Hier gleich mal die Rezepte:


Spanische Pilze (als Tapas zu Wein oder Sherry)

  • Olivenöl in Bratpfanne (viel, da spanisch ;-) ) erhitzen
  • zwei drei Schnipsel Chili-Schote (Vorsicht!) darin kurz anbraten
  • Viiieel Knoblauch in feine Scheiben geschnitten auf kleiner Flamme darin mitdünsten
  • Pilze mundgerecht geschnitten dazu (vom einfachen Champignon bis zum edlen Kräutersaitling) und mit braten. Pilze saugen das Öl auf, also evtl. nachgießen. Bratpfannenboden darf nicht trocken sein!
  • 1 tüchtige Prise Salz drüber
  • Mit Weißwein ablöschen und den Wein einkochen, bis er mit den Pilzen zusammen einen herrlichen Sud bildet.
  • eine handvoll klein geschnittene Petersilie dazu, am besten von der glatten
  • In kleinen Schüsselchen anrichten, mit Sticker zusammen servieren
  • schmeckt heiß, warm, kalt, sogar noch am nächsten morgen, wenn man das, was von der Fete am Vorabend übrig geblieben ist, aufräumt und noch ein unentdecktes Schüsselchen Pilze findet. Soll auch als Katerfrühstück gut funktionieren, da Rollmops bekanntlich nicht vegan ist…

Pilzpfanne oder “Die wunderbare Pilzvermehrung”

Pilze sind ja nicht ganz billig, der Appetit darauf aber in der Regel groß. Da hilft ein alter Trick aus der Pfandfinder-Küche: “man nehme Pilze und die selbe Menge Zwiebeln”. Der leckere Geschmack der angebratenen Pilze überträgt sich auf die angebratenen Zwiebeln und man hat am Ende den Eindruck, eine riesige Menge Pilze vor sich zu haben.

  • Bratöl in Bratpfanne erhitzen
  • grob geschnittene Zwiebel-Halbringe darin glasig dünsten
  • gegen Ende salzen, dabei wird das Bräunen gestoppt, weil das Salz den Saft aus den Zwiebeln zieht und diese im Sud weiter köcheln.
  • Fertige Zwiebeln in Schüssel geben und beiseite stellen
  • erneut Bratöl in Bratpfanne erhitzen
  • geviertelte Pilze (Champignons, Shiitake, …) darin anbraten
  • Zwiebeln wieder mit dazu geben
  • Würzen mit mildem Curry, edelsüssem Paprikapulver und Pfeffer
  • abrunden mit dunkler Würzsauce (z.B. Té-à-Té von Lebe Gesund) und Salz

Schmeckt wunderbar zu Spätzle (da fällt mir ein, dass ich dazu auch mal das eifreie Rezept veröffentlichen sollte) oder schlicht und einfach einer Scheibe dick geschnittenem italienischem Bauernbrot oder französischem Baguette …


Bürgermeister eingeladen?

Sollte man aus versehen oder absichtlich in die Lage kommen, die Hautevolee zum Aperitif-Happen einzuladen, dann steht man vor der bangen Frage: “Lachsbrötchen oder Kaviar?” Abgesehen davon, dass Kaviar greuslig schmeckt (nicht? Na, dann lasst doch mal die Kinder davon probieren …) und der Lachs lebendig aus dem Gebirgsbach springend einfach eleganter aussieht als in Scheiben geschnitten auf trockenem Toastbrot: Vergiss das Zeugs … das kann jeder … und ist eh beim Caterer eingekauft.

Hier ein ultimativ leckeres Aperitiv-Häppchen:

  • Wir brauchen von Shiitakepilzen die Hüte – dazu mit einem kleinen Messer den “Stamm” der Pilze abschneiden (kann klein geschnitten mit Salz angebraten am nächsten Tag in einer Nudelpfanne als Leckerbissen dazu gegeben werden)
  • Diese Hüte werden in einer Pfanne mit heißem Bratöl knusprig gebraten, zuerst von der oberen Seite (die Haut zieht sich so zusammen und der Pilzhut wird ganz flach), dann kurz die Lamellenseite. Dabei gleich mal mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen.
  • Dann die Hüte mit der Lamellenseite nach oben auf eine dekorative Platte setzen und mit Gemüsestreuwürze (z.B. Würzfee von Lebe Gesund) überstreuen.
  • Das allein schmeckt schon sehr lecker
  • noch toller ist es mit einem Rotwein-Balsamico-Sirup
  • Dazu 200 g Rotwein mit 100 g Zucker und 50 g Balsamico-Essig zu Sirup einkochen und über die Pilze träufeln.
  • Tip: dieser Rotwein-Balsamico-Sirup schmeckt auch wunderbar über zart gedämpften Brokkoli oder gebratene Rotkohl-Scheiben oder über Chicoree-al-forno …

So das war’s für heute – viel Spaß beim Nachkochen!

Kochkurs “Kartoffeln”

Wie jeden Dienstag um 17 Uhr gab es heute einen Topfgucker-Kochkurs: Thema “Kartoffel”.

Aus dem immensen Angebot an ausgezeichneten veganen Kartoffel-Speisen haben wir 3 vorgeführt: Schweizer Kartoffel-Rösti (übrigens “Rööschti” gesprochen), Italienische Kartoffel-Gnocchi und Amerikanische Kartoffel-Wedges (Kartoffelschnitze).

Die Rezepte finden sich unter www.bibliotheks-cafe.de, Rubrik Kochkurse/vegane Rezepte.

Hier das Rezept für die Wedges – sehr praktisch und schnell zubereitet, vor allem, wenn man Pellkartoffeln schon im Kühlschrank vorrätig hat (was wir jedem Kleinhaushalt empfehlen: immer gleich einen ganzen Topf voll Pellkartoffeln kochen! Sie halten sich im Kühlschrank ungeschält mindestens eine Woche und sind höchst praktisch für die Herstellung einer schnellen Bratkartoffelportion, Rösti, Wedges und auch Gnocchi!)

Kochkursrezept Amerikanische Wedges

In diesem Sinne … viel Spaß beim Nachkochen!

PS: Zur Herstellung von Gnocchi ohne Weizenmehl eignen sich auch Kartoffelflocken: es entstehen ganz zarte, super kartoffelige Gnocchi. Probieren Sie es aus.

Kochkurs “Vegane Saucen”

Eine für alle Gäste leckere vegane Küche hängt stark von leckeren Saucen ab. Da die klassischen Saucen auf der Basis von Fleischfond hergestellt werden und – je nach Saucentyp – nicht mit Sahne gespart wird, ist eine vegane Sauce eine gewisse Herausforderung.

Hier gibt es aber einen Trick: nicht alle Menschen assen oder essen ständig Fleisch. So gibt es wunderbare Traditionsrezepte aus der internationalen Küche, die schon immer vegan waren. Hier ein Beispiel aus der afrikanischen Küche:

Erdnuss-Sauce (für 4 Personen)

  • 4 EL Bratöl
  • 1 kleineZwiebel, gehackt
  • 1/2 rote Paprika, fein gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 1 geh. EL Tomatenmark
  • 1/2 TL Garam-Masala-Gewürzpulver
  • 1 Prise Chiliflocken
  • 250 ml Kokosmilch
  • 250 ml Wasser
  • 200 g Erdnuss-Creme “Crunchy”
  • Salz, Würzfee-Streuwürze 

Zwiebeln und Paprika im Bratöl braten, bis sie weich sind. Knoblauch, Tomatenmark und Gewürze zufügen und 1 Min. mitdünsten. Mit Kokosmilch und Wasser ablöschen und aufkochen. Erdnuss-Creme einrühren bis sie sich aufgelöst hat. Mit Salz und Würfee abschmecken. Nochmals aufkochen und servieren. Passt gut zu Cous-Cous oder Reis. Als Gemüse schmeckt Blattspinat gut dazu.


Interessanterweise schmeckt diese Sauce praktisch allen Gästen. Sie ist vollmundig und kräftig, aber nicht scharf. Obwohl dieses Rezept aus weiter Ferne stammt, entspricht die Sauce unserem normalen Geschmack.

Probieren Sie sie aus. Sie ist einfach und schnell gemacht. Tip: Sie können die Zutaten auf die Schnelle grob hacken und die Sauce am Ende mit dem Mixstab pürieren.

Ach so, die Kochkurse:

jeden Dienstag um 17:00 Uhr machen wir im Bibliotheks-Café & Restaurant in Altfeld einen einstündigen kostenlosen “Topfgucker-Kochkurs”. Wir zeigen Ihnen, wie es geht – sie können alles probieren – und uns alle Fragen stellen, die Ihnen dazu einfallen. Sie brauchen sich nicht anzumelden. Kommen Sie einfach vorbei.

Detaillierte Informationen dazu finden Sie unter www.bibliotheks-cafe.de

Kochen für Gäste? Crèpes von salzig bis süß!

Wenn man mit Freunden am Tisch sitzt, will man ja auch relativ unauffällig vegan “futtern”, damit das nicht immer gleich zum abendfüllenden Thema wird. Hier hat sich kürzlich etwas sehr praktisches ergeben: Crèpes mit veganem “Chili-con-Carne” gefüllt, oder “Rahm”-Spinat oder Mais-Gemüse mit Frühlingszwiebeln, oder Grand-Marnier, oder Apfelmus, oder was auch immer: man stellt einen Stapel gebackener Crèpes auf den Tisch und diverse Schüsseln mit verschiedensten Inhalten… und los geht’s. Es haben alle Spaß dran und es schmeckt völlig normal.

Hier die Details:

Zutaten für 9 Crèpes
250 g Weißmehl
50 g Maismehl, sehr fein
20 g Öl, neutral schmeckendes
2 Pr. Salz
500 g Mineralwasser, spritzig
Zubereitung:
  • Trockene Zutaten und das Öl vermischen
  • Die Hälfte des Mineralwasser zugeben und glattrühren
  • Restliches Mineralwasser zugeben und fertigstellen
  • 2 h bei Raumtemperatur ruhen lassen (falls über Nacht: Kühlschrank)
  • Eisenpfanne trocken erhitzen (Stufe 7 von 9), mit geöltem Küchenpapier ausreiben.
  • Teigportion in Pfanne geben und diese drehen und wenden zum Verteilen des Teiges. Dann diesen dünn ausstreichen mit Silikon-Pfannenheber
  • Wenn unten hellbraun, dann wenden und fertig backen
  • Auf Teller stapeln und bei 80°C im Umluft-Ofen vor dem Servieren anwärmen
Tipp: Flüssigen Teig zum Portionieren in Messbecher umfüllen und kleines Glas zum schnellen Portionieren verwenden, dann werden alle schön gleichmäßig.
Zu den Füllungen kommen wir später noch. Hier zunächst ein paar Bilder von der “Aktion”. Pro Kopf liegt der Normalverbrauch bei ca. 3 Stück mit Inhalt. Aber das kann bekanntlich variieren :-)
Bild
Bild
Bild

Hausmannskost vegan – viele Videoclips zum Lernen oder zur Unterhaltung ;-)

Hausmannskost vegan – viele Videoclips zum Lernen oder zur Unterhaltung ;-)

Gerade ist die 2. Auflage des Kochbuches “Vegane Volksküche” vom Drucker ausgeliefert worden.

Wir haben in diesem Kochbuch die Rezepte mit sog. QR-Codes versehen, mit denen man dann via Handy sofort zu dem entsprechenden Videoclip zum Rezept landet, auf der Site: http://www.vegane-volkskueche.de

Auch ohne Rezepte sind die Filme lustig und lehrreich – und die Rezepte stehen im Kochbuch, was man für € 19,90 erwerben kann.

Sahnesauce – aber vegan

Eine wunderbar cremige, gut schmeckende Sahnesauce erhält man folgendermaßen

Zutaten für 2 reichliche Portionen (500g):

75g Cashew-Nüsse

25g Pflanzenöl nach Wahl

150g Wasser

250g Wasser

Gemüsebrühe

Pfeffer, Salz, Muskat, frische gehackte Petersilie

 

Zubereitung:

Cashew-Nüsse, Öl und die erste Wassermenge im Mixer ganz fein pürieren. Im Kochtopf mit den restlichen Zutaten aufkochen, bis die Sauce dicklich abbindet. Nach Wunsch durch ein feines Sieb streichen.

Schmeckt wunderbar zu gedämpftem Brokkoli, Blumenkohl, Kürbis, Spinat, …

 

Akte Fleisch

Ah, ja, nochwas heute:

eine interessante DVD zum Thema Fleisch:

Es ist eine packende Dokumentation über die Hintergründe und Abgründe dieses “Nahrungsmittels”.

Prof. Dr. Claus Leitzmann, ein bekannter Ernährungswissenschaftler, sagt zum Beispiel: “Fleisch ist lebenswichtig für den Fleischer, aber nicht für die Bevölkerung.”

Der steigende Fleischkonsum bestimmt unsere Zukunft. Die stetig wachsende Fleischproduktion hat nicht nur drastische Auswirkungen auf das ökologische und klimatische Gleichgewicht der Erde, sondern auch auf unsere Gesundheit.

Doch woher kommt das Fleisch, unter welchen Umständen wird es produziert?

AKTE FLEISCH serviert erschreckende Fakten über die Viehzucht, Tierhaltung und Schlachtung, sowie die Auswirungen auf den Menschen und den Planeten ERDE.

Ärzte, Wissenschaftler und Ernährungsexperten kommen zu Wort. Metzger und Schlachter berichten über ihren Arbeitsalltag.

Hier der Trailer. Die ganze DVD gibt’s bei www.akte-fleisch.de

Couscous – ein Videoclip aus der Mottenkiste

Nachdem mich Google zigmal aufgefordert hat, doch endlich meinen einzigen Video bei Ihnen auf youtube umzuziehen, hab ich ihn nochmal angeschaut. Er ist zwar von der Qualität her etwas “gruftig”, wer aber gerne Couscous kochen lernen möchte, wird sich sicher freuen!

Couscous schmeckt und ist schnell gekocht. Eigentlich sind es Spaghetti in Krümelform, denn Couscous wir aus Hartweizengrieß hergestellt. Deshalb schmeckt es Jung und Alt – nicht zuletzt, weil es auch leicht verdaulich ist. Hier eine Koch-Anleitung, wie Sie mit wenig Aufwand eine Couscous-Pfanne mit Zucchini, Tomaten, Minze und viel Petersilie kochen können. Probieren Sie es aus! Weitere Rezepte finden Sie unter http://www.youtube.com/christophmichels.

Viel Spaß beim Nachkochen!

Coco-Concombre mit Chili

… bitte was? Naja, ein Smoothie, was den sonst bei dieser Hitze

also:

 

“man nehme” für ca. 300ml Smoothie:

2/3 Salatgurke “mit alles”

1 gute Prise Salz

100ml Kokosmilch

50ml Eiswürfel

ein paar Umdrehungen aus der Chili-Mühle

Das gebe man alles in einen Mixer und püriere es glatt.

Das Geschmacks- und Erfrischungserlebnis ist total … wow!

Zuerst entfaltet sich auf der Zunge die erfrischende Kühle der eisgekühlten Salatgurke, dann erfreut einen das cremige “mouthfeeling” der Kokosmilch, bis das Ganze dann in einem Chilifeuerwerk mündet, das einem die Frische quasi bis ins Hirn hoch bläst (je nach Anzahl der Umdrehungen aus der Chili-Mühle ;) )

Ausprobieren!

Unbedingt!

Hat das Zeug zum Sommerhit!

… jetzt mach ich mir gleich nochmal einen.

aha, ja, warum “concombre“: in grauer Vorzeit wurde mir dies mal als das französische Wort für Salatgurke eingetrichtert, und es reimt sich irgendwie auf Coco oder ergibt mindestens einen Zungenbrecher …